Rückblick: Ukrainische Kulturtage in Hannover 2025 – Ein Fest der Kultur, Begegnung und Solidarität

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Vom 22. bis 31. August 2025 verwandelte sich Hannover erneut in eine farbenfrohe Bühne ukrainischer Kultur. Die Ukrainischen Kulturtage 2025, organisiert vom Ukrainischen Verein in Niedersachsen (UVN e. V.) in Kooperation mit zahlreichen Partnern und Sponsoren, brachten Menschen aus Hannover, der Region und ganz Deutschland zusammen, um die Vielfalt, Kreativität und Widerstandskraft der ukrainischen Gemeinschaft zu feiern. Anlass war der Unabhängigkeitstag der Ukraine am 24. August – ein Datum von großer Bedeutung für Ukrainerinnen und Ukrainer weltweit.

Mit rund 40.000 in der Landeshauptstadt Hannover und der Region lebenden Ukrainer*innen ist die Community ein lebendiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens – und genau das spiegelten die Kulturtage eindrucksvoll wider.

Ein Festival voller Vielfalt

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Über eine ganze Woche hinweg boten die Kulturtage ein breit gefächertes Programm, das Menschen jeden Alters ansprach. Die Veranstaltungen fanden an verschiedenen Orten in Hannover statt und zeigten die Ukraine von ihrer kulturellen, kreativen und gastfreundlichen Seite – jenseits von Krieg und Flucht.

Zu den Höhepunkten gehörten:

– Live-Musik, Konzerte und traditionelle wie moderne Tänze

– Kunstausstellungen und Handwerkskunst, die ukrainische Kreativität sichtbar machten

– Filmvorführungen

– Diskussionen zu gesellschaftlichen und politischen Themen

– Ukrainische Küche, die Besucher*innen zum Probieren und Genießen einlud

– Workshops, Mitmachaktionen und Kinderprogramme

Die Kulturtage waren nicht nur ein kulturelles Ereignis, sondern auch ein Zeichen für Frieden, Gemeinschaft und Zusammenhalt. Sie luden dazu ein, Brücken zu bauen, Vorurteile abzubauen und einander mit Offenheit zu begegnen. Ein besonderer Dank galt dem Oberbürgermeister Belit Onay, der die Schirmherrschaft übernahm und damit ein starkes Zeichen der Unterstützung setzte.

Programm-Highlights im Überblick

22. August – Eröffnungskonzert

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Unter der Leitung des deutschen Komponisten und Dirigenten Andreas Schmidt erklang in der hannoverschen Apostelkirche seine „Sinfonie für die Ukraine“ mit dem Titel „Weil die Liebe und das Leben größer sind als Tod und Krieg“, deren Text von der ukrainischen Autorin Viktoria Omelchenko stammt und von der Sopranistin Anastasia Karaieva aus Charkiw eindrucksvoll interpretiert wurde. Es war ein emotionaler Auftakt, der die Hoffnung und Stärke der ukrainischen Kultur eindrucksvoll widerspiegelte. Veranstaltet wurde der Abend von der Kulturinitiative KUM Niedersachsen in Zusammenarbeit mit dem Ukrainischen Verein in Niedersachsen, unterstützt von zahlreichen Musiker*innen aus beiden Ländern, der gastgebenden Apostelkirche und vielen ehrenamtlichen Helfer*innen. Videobericht: https://youtu.be/0uWdzp04PyU

Waren Sie dabei? Dann schauen Sie sich die Fotos an (будь ласка, вказуйте автора фото при публікації): „Symphonie für die Ukraine“: Eröffnung der Ukrainischen Kulturtage in Hannover 2025 (Fotografin: Kateryna Botiuk): https://hannoverua.de/22082025

23. August – Demonstration & Solidaritätsmarsch

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Unter dem Motto #standwithukraine fand im Stadtzentrum von Hannover eine große Kundgebung. Zahlreiche politische Vertreter*innenhielten Reden:

– Julia Willie Hamburg, stellvertretende Ministerpräsidentin und Kultusministerin von Niedersachsen

– Adis Ahmetović, Bundestagsabgeordneter (SPD)

– Belit Onay, Oberbürgermeister von Hannover

– Borys Drogomyretskyi, Vizekonsul des Generalkonsulats der Ukraine in Hamburg

– André Bock, Innenpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Niedersachsen

– Djenabou Diallo Hartmann, Mitglied des Niedersächsischen Landtags der Grünen-Landtagsfraktion

Das ukrainische Chor Kalyna sang die Hymne der Ukraine. 

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Im Anschluss zog ein vom Vorstand des Ukrainischen Vereins in Niedersachsen angeführter Solidaritätsmarsch mit Musik und klaren Botschaften zum Neuen Rathaus, wo die Teilnehmenden vom stellvertretenden Bürgermeister Thomas Klapproth empfangen wurden. Bereits am Vortag hatte die Stadt die ukrainische Flagge als Zeichen der Solidarität gehisst; in den anschließenden Reden von Thomas Klapproth, dem Vizekonsul Borys Drogomyretskyi sowie vom Vereinsvorstand Oksana Janzen und Igor Postanovsky wurde die Solidarität mit der Ukraine und das gemeinsame Engagement für Freiheit und Demokratie betont. Videobericht: https://youtu.be/xdgt0C7scpA

23. August – Zweisprachige Diskussion

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Im Ukrainischen Verein in Niedersachsen fand eine intensive Diskussion über das Leben unter russischer Besatzung statt. Die Veranstaltung begann mit der Vorführung eines kurzen dokumentarischen Films über die ukrainische Journalistin Viktoriia Roshchyna, die verschleppt und in russland zu Tode gefoltert wurde. Der Film verdeutlichte die Gefahren, denen ukrainische Journalist*innen ausgesetzt sind, sowie den hohen Preis der Wahrheit im Krieg. Im Anschluss fand eine Podiumsdiskussion mit Augenzeug*innen und Expert*innen statt. Die Teilnehmenden berichteten über persönliche Erfahrungen, Formen des Widerstands und die täglichen Herausforderungen, mit denen Menschen in den vorübergehend besetzten Gebieten der Ukraine konfrontiert sind. Videobericht: https://youtu.be/ldHJD4IiGqc

24. August – Ukrainisches Familienfestival

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Das Familienfestival 2025 in Hannover war erneut ein wirklich großes Fest, das bereits zum vierten Mal in Folge auf unsere Initiative hin und in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern stattfand. In diesem Jahr besuchten rund 5.000 Gäste die Veranstaltung. Das Fest vereinte Ukrainerinnen und Ukrainer sowie alle Freundinnen und Freunde der Ukraine, die das Land und sein Volk in dieser schwierigen Zeit weiterhin unterstützen. Am 24. August, dem Unabhängigkeitstag der Ukraine, erstrahlte Hannover erneut in Blau und Gelb.

Damit das Festival zu einem lebendigen und herzlichen Ereignis wurde, arbeiteten über 200 Ehrenamtliche vom frühen Morgen bis in den späten Abend. Dank ihres Engagements entstand eine Atmosphäre von Wärme und Zusammenhalt. Besonders beeindruckend war der vielfältige Markt mit ukrainischen Produkten – von bestickten Blusen und Schmuck bis hin zu traditionellen Köstlichkeiten. Am Stand des Ukrainischen Vereins erwartete die Gäste eine kleine „Reise nach Hause“ – der Duft ukrainischer Speisen erfüllte die Luft und vermittelte ein Gefühl von Vertrautheit.

Das Bühnenprogramm verband Tradition, Emotion und Moderne. Künstlerinnen und Künstler aus Hannover, anderen Städten Deutschlands sowie eine Tanzgruppe aus Polen begeisterten das Publikum mit ihren Auftritten. Neben der Bühne gab es eine Kinderzone, Workshops und Mitmachaktionen.

Ein besonderer Bestandteil des Festivals war eine Ausstellung über die Realität der russischen Aggression. Durch die Objektive ukrainischer und internationaler Fotografen erhielten die Besucher Einblicke in den Alltag in der Ukraine – zerstörte Städte, den Schmerz des Verlustes, das Leben an der Front und im Hinterland, aber zugleich auch die Kraft, Widerstandsfähigkeit und Hoffnung.

Videobericht: https://www.youtube.com/playlist?list=PLvmAK_K-MJyOjN0YdX31YUW0nDpwO07iS.

30. August – Kinderfilm „Mavka – Hüterin des Waldes“

Ein liebevoll gestalteter Filmnachmittag für Kinder, der die Magie ukrainischer Märchenwelt lebendig machte.

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31. August – Wohltätigkeitskonzerte von Tonia Matvienko

Die Einnahmen kamen der humanitären Unterstützung der Ukraine zugute.

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Veranstalter der Kulturtage: Ukrainischer Verein in Niedersachsen e. V. in Kooperation mit Nds. Community Ukrainischer Musiker*innen – KUM Nds. e. V., Filmprojekt “FilmWee”, Ukrainisches Art Space “Kulturhaus”, Theatergruppe “Teatromania 2.0”., Ukrainisches Eventspace “PartyLab”, Musikschule & Tonstudio “MusikMaster”, Kulturbüro Hannover, Landeshauptstadt Hannover, Sachgebiet Grundsatzangelegenheiten der Einwanderung sowie der Bürgerstiftung Hannover.

Ein großer Dank geht an Sponsoren der Kulturtage: Kulturbüro Hannover, Landeshauptstadt Hannover, Sachgebiet Grundsatzangelegenheiten der Einwanderung, Lotto Sport Stiftung sowie der Bürgerstiftung Hannover.

Kultur verbindet – und Menschlichkeit kennt keine Grenzen.