Mehr als 500 Menschen versammelten sich in Hannover zum Jahrestag der russischen Invasion in die Ukraine
Am 24. Februar 2026, dem vierten Jahrestag der russischen Vollinvasion in die Ukraine, fand auf dem Opernplatz im Zentrum von Hannover eine Kundgebung zur Unterstützung der Ukraine statt. Nach Angaben der Veranstalter nahmen mehr als 500 Menschen teil.
Die Teilnehmenden versammelten sich vor dem Opernhaus, um ihre Solidarität mit der Ukraine auszudrücken und auf den andauernden Krieg aufmerksam zu machen. Viele hielten ukrainische Fahnen und Plakate, einige mit Forderungen nach verstärkter internationaler Unterstützung. Während der Kundgebung gedachten die Anwesenden der Opfer mit einer Schweigeminute.
Organisiert wurde die Kundgebung vom Ukrainischen Verein in Niedersachsen e. V.. Eröffnet wurde die Veranstaltung von der Vorsitzenden der Organisation, Oksana Janzen. Im Rahmen des Programms erklangen zudem die Nationalhymne, vorgetragen vom Chor „Kalyna“, sowie Gedichte.
Im Laufe der Veranstaltung sprachen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft. In ihren Redebeiträgen betonten sie die Notwendigkeit weiterer politischer, humanitärer und militärischer Unterstützung für die Ukraine sowie die Verantwortung der internationalen Gemeinschaft für einen gerechten Frieden.
Zu den Rednerinnen und Rednern gehörten:
– Belit Onay, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover
– Julia Willie Hamburg, Kultusministerin des Landes Niedersachsen (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) und stellvertretende Ministerpräsidentin
– Anne Kura, Mitglied des Landtags (MdL), Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
– André Bock, Mitglied des Landtags (MdL), innenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion
– Stefan Politze, Mitglied des Landtags (MdL), Vorsitzender der SPD-Fraktion
– Kerstin Klebe-Politze, Vorsitzende der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Hannover
– Kerstin Tack, Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen e.V.
– Dr. Ernesto Harder, Vorsitzender des DGB-Bezirks Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt
– Olha Novitska, Konsulin des Generalkonsulats der Ukraine in Hamburg
– Alina Skala, ukrainische Stiftung „Stimmen der Kinder“
Die Teilnehmenden schlossen sich zudem der internationalen Kampagne „People First“ („Menschen sind der Schlüssel“) an, initiiert vom ukrainischen Zentrum für Bürgerrechte unter der Leitung der Friedensnobelpreisträgerin 2022, Oleksandra Matviichuk. Die Kampagne fordert die Freilassung von Kriegsgefangenen, unrechtmäßig inhaftierten Zivilpersonen und politischen Gefangenen sowie die Rückführung deportierter ukrainischer Kinder.
Zu den zentralen Forderungen der Kundgebung gehörten die Fortsetzung der Unterstützung für die Ukraine, der Schutz der Zivilbevölkerung, der Wiederaufbau zerstörter Infrastruktur sowie die strafrechtliche Verfolgung Russlands für begangene Kriegsverbrechen.
Im Anschluss an die Kundgebung wurden die Gedenkveranstaltungen in der Marktkirche fortgesetzt, wo eine Theateraufführung des ukrainischen Theaters „Teatromania 2.0“ stattfand.
Die Organisatoren dankten allen, die zur Veranstaltung beigetragen haben — den Rednerinnen und Rednern für ihre Beiträge, den Helferinnen und Helfern für die Organisation sowie allen Teilnehmenden, die durch ihre Anwesenheit ihre Unterstützung für die Ukraine gezeigt haben. Der Tag wurde zu einem Ausdruck von Erinnerung, Solidarität und gemeinschaftlichem Handeln.
Ausführlicher Videobericht (Deutsch-Ukrainisch):
https://youtu.be/8k_DXYWq_9Y?si=i7Du_rsCcprUIn1I
Playlist der Veranstaltung:
https://www.youtube.com/watch?v=O2T4QFdPfQk&list=PLvmAK_K-MJyMtRQf1KsmGZYBeZH6KCvnu
Fotos von Kateryna Prytula (bei Veröffentlichung bitte Namensnennung):
https://drive.google.com/drive/folders/1QSG1HPpDvQFMIFOcSvlLzosnWWANRGPO


